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Talaq (arab. الطلاق‎ ṭalāq, Begriff für die vom Mann ausgehende Scheidung konform mit der Scharia) ist ein ehemaliger Assamit unbekannter Generation aus Petra, der durch ein Ritual wieder menschlich wurde. Er ist ein wichtiger Faktor in der Geschichte Jordaniens.
Talaq

Talaq in Vampire: The Eternal Struggle, Third Edition-Set

BiografieBearbeiten

Talaq war zu Lebzeiten ein nabatäischer Krieger. Die Assamiten wurden auf ihn aufmerksam, als er eigenhändig zwölf römische Krieger tötete. Als er schließlich im Kampf zu sterben drohte, tötete sein Erzeuger die Legionäre und schenkte Talaq in einem verlassenen Gebäude den Kuss. Zu dieser Zeit hatte der Clan noch keine formalen Riten für die Aufnahme neuer Mitglieder in den Clan. Als Talaq erwachte, informierte sein Erzeuger ihn über seine Situation, und Talaq war besessen von dem Gedanken an Rache an die Römer, die seine Heimat eingenommen und stellenweise zerstört hatten. Dennoch ließ er sich mit nach Alamut nehmen, wo er seine Fähigkeiten verbesserte.

Talaq wurde zu einem der größten Krieger des Clans. Er überlebte jeden Konflikt, an dem er teilnahm, und innerhalb eines Jahrhunderts waren die Ältesten des Clans überzeugt von seinem Wert. Talaq nahm allerdings auch ohne das Wissen und die Erlaubnis der Ältesten an Schlachten teil, was zu der Zeit ein gewichtiges Vergehen unter Assamiten war. Talaqs Ziele waren immer Römer. Die Ältesten erfuhren nie davon.

Zur Zeit der Kreuzzüge traf Talaq den Nosferatu Khalid, der seinen Hass auf das Byzantinische Reich teilte. Während einer seiner unautorisierten Schlachten wurde Talaq von einem byzantinischen Kainiten mit Namen Alexius geschlagen, dem er jedoch vor seinem endgültigen Tod entfliehen konnte. Auf seiner Suche nach Alexius, bei dem er sich revanchieren wollte, traf er wieder auf Khalid, der ein direktes Kind Alexius' war und sich von ihm Antworten auf einige Fragen über seinen vampirischen Zustand erhoffte. Sie fanden Alexius nie und trennten sich friedlich. Sie sind seitdem sporadisch in Kontakt.

Talaq lernte daraus zwei Dinge: Zum einen, dass er, anders als er immer geglaubt hatte, nicht unbesiegbar war. Zum anderen, dass er Petra niemals werde aufbauen können und besser daran tat, die Nabatäer zu unterstützen, die die Zerstörung Petras überlebt und ihre Abstammung vergessen hatten. Er stellte deshalb seine Kämpfe gegen die Römer ein und begann, nach denen zu suchen, die in Petra gelebt hatten. Dabei fand er einen kleinen Stamm, die Naba, der fast gänzlich aus Nachfahren der Nabatäer bestand. Als sie schliefen, tötete Talaq diejenigen, die keine nabatäische Abstammung hatten, und präsentierte sich den anderen als der Gott ihrer Vorfahren, der sie zu wahrer Macht leiten wolle.

Während der nächsten Jahrhunderte fand Talaq auch andere Nachfahren der Nabatäer und vereinigte sie zu einer Art Stamm, den er nach Petra führte. Er trainierte seine Jünger in martialischen Künsten und gab ihnen viel Fanatismus mit. 1260 erlangten die Mamluken Herrschaft in Ägypten. Talaq manipulierte sie und machte sie den Setiten gegenüber misstrauisch, sodass diese in ihrer Heimat in Verruf gerieten. Talaq tat dies, um sich an den Setiten zu rächen, die er, da sie Rom manipuliert hatten, für genauso schuldig an der Zerstörung Petras hielt wie die Römer. Talaq brachte das Osmanische Reich zudem dazu, Konstantinopel zu belagern und so die Herrschaft Roms im Mittleren Osten zu beenden.

Die Ältesten der Assamiten erfuhren nicht davon, dass er die Nachfahren der Nabatäer unter sich vereinigt hatte. Er hielt es vor ihnen geheim, da er fürchtete, dass sie ihn töten würden, wenn sie davon erführen. Um sich von ihnen zu befreien und in der Hoffnung, sein vampirisches Dasein zu beenden, sodass er seine Ziele besser erreichen könnte, kontaktierte er einen israelischen talmudischen Gelehrten mit Namen Maimonides. Dieser war tatsächlich ein mächtiger Magus, der Khalid kannte. Talaq hatte durch Khalid von Maimonides gehört und wusste, dass dieser bereits seit dem zehnten Jahrhundert aktiv war.

1515 einigten die beiden sich darauf, dass Maimonides ein Ritual durchführen würde, das Talaq zu einem Menschen mit verlängertem Leben machen würde. Talaq würde im Gegenzug den osmanischen Herrscher Suleiman beeinflussen, sodass dieser zum einen eine Mauer um Jerusalem errichten, zum anderen die Stadt verteidigen würde. Talaq war zwar misstrauisch, da er glaubte, im Vergleich zu Maimonides zu profitieren, stimmte jedoch zu. Das Ritual war erfolgreich und erlaubte Talaq, einige seiner kainitischen Kräfte zu behalten.

In dieser Zeit unternahm die Camarilla Schritte, die Gefahr, die die Assamiten darstellten, einzudämmen. Talaq täuschte vor, bei der letzten Schlacht der Osmanen gegen die Maluken gefallen zu sein. Er bildete seine Jünger außerdem zu beachtlichen Assassinen aus.

In den folgenden drei Jahrhunderten stellte er fest, dass er noch immer alterte, allerdings stark verzögert; etwa ein Jahr jede zwanzig Jahre. 1812 hatte Petra etwa zweitausend Einwohner, die Naba, die durch Landwirtschaft und gelegentliche Angriffe auf benachbarte Stämme überlebten. Talaqs Einfluss und die geographische Lage Petras sorgte dafür, dass den Osmanen die Existenz der Stadt nicht bewusst war. Ebenfalls 1812 wurde diese Situation jedoch bedroht, als der schweizerische Forscher Johann Ludwig Burckhardt und sein Gefolge die Gegend um Petra untersuchten und von einem Naba getötet wurden. Nur eine Person entkam ihm und Gerüchte machten die Runde.

Talaq unterstützte deshalb den osmanischen Mohammad Ali, der gegen die Türken kämpfte. Er sandte fünfhundert Naba nach Amman, um gegen eine türkische Einheit zu kämpfen, die ihnen zahlenmäßig weit überlegen war. Diese Naba wurden vernichtet und schufen so die Illusion, dass die Gegend um Petra wieder sicher sei, jetzt, da die mysteriösen Angreifer nicht mehr lebten.

Der Vorfall lenkte die Aufmerksamkeit der Assamiten auf Petra. Einigen von ihnen gelang es, Petra zu infiltrieren und einer davon konnte die Nachricht überbringen, dass Talaq noch immer lebte. Bis dahin hatten sie die Ereignisse in der Gegend um Petra den Setiten zugeschrieben. Den Assamiten gelang es jedoch nicht, Petra zu zerstören, da die Naba von Petra in den Clansdiziplinen der Assamiten unterrichtet wurden. Die Naba und die schützenden Geister in der Stadt waren in der Lage, Eindringlinge effektiv zu vernichten.

Talaq hatte sich nun den Clan der Assamiten und auch der Setiten, die durch das Befragen eines assamitischen Spions von ihm erfuhren, zum Feind gemacht. Deshalb übernahm er die Identität von Hussein ibn Ali, den er 1878 getötet hatte. Die Osmanen machten Hussein zum Scherifen von Mekka.

Als Hussein zeugte Talaq vier Söhne: Ali, Abdullah, Faisal und Zaid. 1914 brach der erste Weltkrieg aus und die Osmanen verbündeten sich mit den Deutschen, weshalb Talaq sich 1915 mit den Briten einließ. Er versprach ihnen einen Aufstand der Araber gegen die Türken im Tausch gegen die Anerkennung der arabischen Unabhängigkeit. Auch seinen Söhnen legte er sehr nahe, den Briten behilflich zu sein.

Sein Plan war erfolgreich und die Briten sicherten den Arabern nach dem Krieg ihre Unabhängigkeit zu. Ali wurde 1924 zum neuen Scherifen von Mekka, Abdullah 1921 zum Emir von Transjordanien und Faisal 1920 zum König von Syrien.

Talaq kehrte für kurze Zeit nach Petra zurück, musste es jedoch bald wieder verlassen, um den derzeitigen Herrscher zu ersetzen. In der Zeit etablierte er in Jordanien demokratische Elemente in der Hoffnung, dies würde die innerpolitische Situation des Landes entspannen und Petras Sicherheit garantieren. Wenig später war jedoch Ersatz gefunden und er konnte nach Petra zurückkehren.

Voller Wut beobachtete er dort den Sechstagekrieg 1967, erzürnt über die dauernden Unruhen in seinem und konstante Invasionen seines Landes. Deshalb plante er, die Naba gegen die Israeliten einzusetzen. Zu diesem Zeitpunkt wurde er von Maimonides kontaktiert, der mit der israelischen Organisation Mossad zusammenarbeite. Er zwang ihn, Israel zu gestatten, das Westjordanland zu erobern; andernfalls würde seine Magick, die Talaqs Leben verlängerte, nicht mehr wirken. Daher nutze er seinen Einfluss, um die jordanischen Truppen die Schlachten verlieren zu lassen. Er offenbarte sich zudem Hussein, dem derzeitigen Herrscher Jordaniens und Urenkel Talaqs, vor dem er großen Respekt hatte. Talaq versprach Hussein, ihn immer zu unterstützen, solange er garantierte, dass Petras Lage geheim bliebe; über die Jahrhunderte hatte das Gebiet um Petra einen solchen Ruf erlangt, dass sich nur wenige dorthin wagen würden. Hussein sollte keine Schritte unternehmen, Petra zu erforschen oder für irgendetwas zu nutzen. Er sollte außerdem nichts gegen die Israeliten unternehmen. Hussein tat, wie ihm geheißen.

Talaqs weiterer Werdegang ist nicht vollständig bekannt. Sicher ist, dass er an der Wiedererlangung Petras arbeitete, welche von den Taftani eingenommen wurde. Er plante möglicherweise, die Stadt mit Hilfe der Amenti wieder zu erobern. Im Zuge des Schismas der Assamiten wurde er allerdings von ur-Shulgi vernichtet.

QuellenBearbeiten

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