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Iberien bezeichnet die Iberische Halbinsel, das heutige Spanien und Portugal.
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Heutzutage gibt es auf der Iberischen Halbinsel nahezu jeden Clan und jede philosophische Strömung. Aus historischen Gründen sind die Lasombra dort sehr stark. [1]

GeschichteBearbeiten

Die Geschichte der Iberischen Halbinsel ist gekennzeichnet von vielen Eroberungen. Seinen Namen hat die Insel von den Iberien, einer mediterranen Kultur aus der Bronzezeit, die sich an der Ostküste niederließen. Es ist möglich, dass das Volk der Basken von ihnen abstammt. Mit der Zeit siedelten sich auch die Kelten dort an, und womöglich kamen mit ihnen die Gangrel. Später folgten die Phönizier, die die mediterranen Küsten kolonialisierten und sich im Süden niederließen; die wichtigste Niederlassung war Gadir, das heutige Cádiz. Legenden zufolge haben auch die Jünger des Seth eine Weile lang auf der Halbinsel gelebt.

Auf die Phönizier folgten die Griechen, die viele Kolonien einnahmen. Sie und die Phönizier machten die Halbinsel für andere sehr attraktiv, sodass im siebten Jahrhundert vor Christus die Karthager einfielen. Ein Jahrhundert später nahmen sie Cádiz ein errichteten im Süden Handelsposten. Auf die Karthager folgten Kainiten diverser Clans, besonders der Brujah und Lasombra. Letzterer wünschten ein Klima zu schaffen, indem Kainiten offen über Menschen herrschen könnten, sodass die Brujah unter der Führung von Yzebel sich mit jungen Lasombra gegen ihre Ahnen verbündeten. Sie waren lange erfolgreich, bis etwa 300 v. Chr. der Lasombra-Ahn Zinnridi, ein erfahrener Krieger, auf der Insel ankam und seine Jünger führte. Sein endgültiger Tod durch Yzebel hielt die Lasombra-Ahnen davon ab, die Halbinsel zu übernehmen. Der Kampf mit ihm hatte die Brujah jedoch geschwächt, sodass sie wenig später von römischen Ventrue angegriffen wurden. Diese wurden von Zinnridis Kindern unterstützt, die zunehmend militärischen Führern den Kuss schenkten. Hannibal übernahm eine Armee und eroberte einen großen Teil der Halbinsel, ehe er sie an die Römer verlor.

Inzwischen fiel Karthago im Dritten Punischen Krieg, und mehr Brujah ließen sich auf der Halbinsel nieder. Auch viele Lasombra kamen, als das Christentum an Bedeutung gewann. Das Christentum verbreitete sich rasch und viele Verfolgungen durch die Römer folgten, subtil unterstützt durch einige Ventrue-Ahnen, besonders Prinz Flavius Sidonis aus Saragossa.

Im vierten Jahrhundert begannen die Germanen, das Römische Reich und auch die Iberische Halbinsel anzugreifen. Die Westgoten unter Ataulf waren dabei erfolgreich und übernahmen zunächst die nordöstlichen Regionen, ehe sie fast die gesamte Halbinsel einnahmen. 466 wurden die Römer vernichtend geschlagen und der Häuptling Euric übernahm die Herrschaft. Die Westgoten hatten allerdings religiöse Differenzen mit der iberischen Bevölkerung, die ihre Religion mit den Franzosen teilten. Die Franzosen sahen sich deshalb als Beschützer der Iberer und kamen dadurch oft mit den Westgoten in Konflikt, was den Weg für die Häresie der Kainiten ebnete. Erst 589 kam es zu einiger Stabilität, als König Recared den Katholizismus offiziell akzeptierte.

Die Brujah, Ventrue und Lasombra nutzten derweil die Situation aus, um sich zu bekriegen. Der endgültige Tod von Yzebel 585 durch die Ventrue markiert die Niederlage beider Clans, denn nur mit Hilfe der Lasombra war es den Ventrue möglich gewesen, ihn zu vernichten. Die Halbinsel war von nun an die Domäne des Clans der Schatten.

In der zweiten Hälfte des siebten Jahrhunderts fiel vieles in die Händler der Moslems. 698 hatten sie den größten Teil Nordafrikas erobert, gaben sich damit jedoch nicht zufrieden. Sie eroberten des Rest Nordafrikas und brachten die Einwohner dazu, zum Islam zu konvertieren. Mit den Moslems kamen die Assamiten und auch die Lasombra sahen die Gelegenheit für ihre eigenen Ziele günstig. Beide Clans etablierten sich in der neuen Gesellschaft und hofften, die Sieger würden sich nicht damit zufrieden geben und sich neue Gegenden zu erobern suchen.

Graf Julián, der christliche Herrscher von Ceuta, verbündete sich mit den Moslems unter Musa ibn Nusayr, um die iberische Halbinsel zu erobern. Er brauchte diese Hilfe, da seine Leute ihre Macht verloren hatten, als ihr König 710 von Rodrigo ermordet wurde. 711 sandten die Moslems ein Heer unter Tariq ibn Ziyad, das Rodrigo im Kampf schlug. Darauf eroberten sie Toledo, die westgotische Hauptstadt, in der Tariq 711 den Winter verbrachte. 712 führte Musa sein Heer weiter in die Halbinsel und eroberte Mérida. 713 hatte er Tariq in Toledo erreicht und zog weiter in die Berge im Nordosten, wobei er Saragossa eroberte. Die Einwohner zwang er, die islamische Herrschaft zu akzeptieren oder die Halbinsel zu verlassen. Musa und Tariq wurden bald wieder nach Syrien gerufen und verließen die Halbinsel 714. In der Zeit war der größte Teil in der Hand der Moslems.

Dass die Moslems so schnell so erfolgreich waren, liegt zu einem großen Teil daran, dass es den Westgoten nicht gelungen war, eine stabile Gesellschaft aufzubauen. Sie war noch immer gekennzeichnet von vielen Spannungen. Besonders die Juden waren ihnen gegenüber feindselig, denn sie wurden von den Westgoten besonders stark verfolgt. Die Eroberung durch die Moslems brachte eine Besserung der Verhältnisse; es mussten weniger Steuern gezahlt werden und Menschen, die sich zum Islam bekannten, standen besondere Rechte zu. Juden wurden nicht mehr verfolgt und mit den Christen, die sich nicht dem Islam anschlossen, gleichgestellt.

Viele Brujah und Ventrue allerdings bekämpften die Einwanderer, kamen jedoch nicht gegen sie an und flohen in den Norden, auch wegen der Ashirra, die sie fürchteten. Allerdings blieben auch viele auf der Halbinsel, da sie den Islam für ebenso nützlich hielten wie das Christentum. Der Clan der Lasombra hat sehr unter dieser Uneinigkeit gelitten.

Die Moslems schafften eine neue Gesellschaftsstruktur. Die Araber waren die Herrscher. Auf sie folgten die Berbers, hauptsächlich Truppen, die bei der Eroberung gebraucht werden. Unter ihnen standen die Iberer, die sich zum Islam bekannt hatten. Diese stellten die Mehrheit der Bevölkerung. Auf sie folgten die Christen und Juden, die für ihren Glauben eine kleine Steuer an die Regierung zahlen mussten. Am Ende der Hierarchie standen Sklaven, hauptsächlich solche aus dem Norden und aus Schwarzafrika. Die Ashirra hatten etwa die gleiche Struktur, auch wenn die Sklaven dabei durch Ghule ersetzt wurden.

Trotzdem waren die Jahre zwischen 711 und 756 von vielen Feindseligkeiten zwischen den arabischen Fraktionen und den sozialen Schichten gekennzeichnet. Die Moslems führten ihre Eroberungen dennoch weiter fort, und mit ihnen die Kainiten. In den dreißiger Jahren allerdings wurden die Moslems von den Franken besiegt. Dies markiert den Beginn des christlichen Widerstandes gegen die Ashirra.

Eine Reihe von weiteren Ereignissen gefährderte ebenfalls die muslimische Herrschaft, darunter zum Beispiel eine Rebellion der Berber gegen die Araber in Nordafrika, die einen großen Teil der nordwestlichen Bevölkerung einforderte. Sie brachte des weiteren eine syrische Armeer unter Balj nach al-Andalus. Die Situation verbesserte sich, als 756 eine Gegend von Abd ar-Rahman Iad-Dakhil als unabhängig erklärt wurde. Diese Zeit währte von 756 bis 1031. In dieser Zeit florierten die Künste und die Wissenschaften, sodass al-Andalus die gebildeteste Kultur ganz Europas wurde. Dies zog viele Brujah an in der Hoffnung, dass sie dort ihr vampirisches Utopia errichten könnten. Die Lasombra der Ashirra begannen, Forderungen an ihre christlichen Clansgeschwister zu stellen, sodass sich die Kluft zwischen ihnen weiter vergrößerte.

Als der assamitische Krieger Hilel al-Masaari, einer der ersten islamischen Assamiten, in Córdoba ankam, machte er sich zum Sultan der Stadt und beanspruchte einen großen Teil der Halbinsel für sich. Die meisten seiner politischen Angelegenheiten wurden von Wesiren und den Lasombra gehandhabt.

Abr-ar-Rahman war der Islam sehr wichtig, sodass er die christlichen Staaten angriff. Die Franken eroberten derweil einen Teil des modernen Kataloniens. Dies schwächte die Moslems und stärkte die Ventrue und Lasombra. Eine Rebellion in Toledo führte dazu, dass eine große Anzahl von berbischen und slawischen Sklaven nach Iberien kamen, was das Klima wegen der Steuern, die für sie zu bezahlen waren, noch instabiler machte. Die Brujah und die christlichen Lasombra bemühten sich sehr, die Situation auszunutzen, doch die Moslems erholten sich davon.

Als Abr-ar-Rahman floh, übernahm Abr-ah-Rahmen II. seine Nachfolge. Er wollte al-Andalus zu einem muslimischen Staat ähnliches der Staaten im Mittleren Osten machen. Er war dabei größtenteils erfolgreich, auch wenn er auf Widerstand von den arabisch sprechenden Christen stieß. Diese opferten sich als Märtyrer, indem sie öffentlich Mohammed beleidigten, worauf seit 850 die Todesstrafe stand. Abd ar-Rahman motivierte diese jedoch dazu, Buße zu tun und die Strafe dadurch zu vermeiden. Eine konservative Fraktion der Christen leistete trotzdem etwa ein Jahrzehnt lang auf diese Weise widerstand, sodass es zu 53 Exekutionen kam, ehe die christlichen Autoritäten öffentlich von dieser Art des Märtyrertums abrieten. Die Lasombra nutzten die Gelegenheit, um Christen in ihre Reihen aufzunehmen, die beim Kampf gegen die Ashirra halfen.

Abd ar-Rahman war um gute Beziehungen mit dem Byzantischen Reich und den Franken bemüht. Er besiegte zudem die Wikinger in Sevilla. Trotzdem hatte er Schwierigkeiten in seinem eigenen Land, als es 879 im Süden und im Norden der Halbinsel zu einem Aufstand der muslimischen Bevölkerung kam, die mehr Rechte für sich einforderte. Dieser Aufstand dauerte fünfzig Jahre, bis der Sultan Hamid a-Dossadi Reformen erließ, die es auch Nicht-Arabern erlaubten, Machtpositionen einzunehmen.

930 war der Aufstand vorüber und die muslimischen Lasombra festigten ihre Position. Dies schwächte die Assamiten, deren Einfluss in dieser Zeit ihren Tiefpunkt erreichte.

Abd ar-Rahmen III. war hauptsächlich mit iberischen Dingen beschäftigt. 929 rief er ein neues Regime, das Caliphate von Córdoba, aus und machte sich zum caliph. Dieses Regime hielt für über ein Jahrhundert. Für die christlichen Kainiten bedeutete dies, dass die Moslems zerstritten und nicht länger einig waren.

QuellenBearbeiten

  1. VTM: A World of Darkness Second Edition


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